Herzlich Willkommen
Das Brauchtum
Am Veilchendienstag pflegt man mit dem Umzug durch die Stadt Jülich und dem aufwerfen der Lazarus- Strohpuppe in einem Leinentuch, einen uralten Brauch der Herzogstadt.
Die Idee: Da die biblische Person Lazarus wieder auferstanden ist, kann man dieser Figur alle Sünden der Bürger auferlegen und Sie bei Einbruch der Dunkelheit in der Rur "beerdigen". Sie ist ja nächstes Jahr wieder da!
Dieses Brauchtum wird mit Ritualen, Liedern und handwerklichem Geschick seit der Gründung im Jahre 1700 in ähnlicher Form von den Rund 70 aktiven Mitgliedern weitergeführt.
Im Jahr 1963 wurde ein weiterer wichtiger Akt eingeführt. Die Gesellschaft wählt aus allen Bürgern eine Person aus die für die Stadt Jülich oder den Verein außergewöhnliche Verdienste erlangt hat. Diese Person wird Pate der Strohpuppe bei der Zeremonie der Taufe Anfang Januar. Zusätzlich wird Ihr der Hexenturmorden bei der Jahreshauptversammlung im Ratssaal der Stadt am Tulpensonntag verliehen, wobei der letztjährig Geehrte die Laudatio hält. Dieser Hexenturmorden zählt zu den höchsten karnevalistischen Ehrungen im Jülicher Land.